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Positionspapier zur EU-Förderung von Digitalisierungsprojekten veröffentlicht

05.11.2018

Brüssel/Essen: Die europäische Initiative NESSI stellt in einem nun veröffentlichten Positionspapier die fundamentale Rolle von Software für die digitale Transformation Europas hervor. Es werden darin wichtige Forschungsthemen im Bereich der Software-Technik benannt, die nach Meinung der Experten im nächsten EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm fokussiert werden sollten. Der Lehrstuhl für Software Systems Engineering von Prof. Dr. Klaus Pohl hat maßgeblich an dem Papier mitgewirkt.

Nach Ansicht der NESSI-Partner sind die weitgreifende Automatisierung, die Selbstanpassung von Software-Systemen und die schnelle Integration neuer Funktionen in immer komplexere Systeme die wichtigsten Anforderungen der Digitalisierung, die durch Software-Technik zu lösen sind. Die Initiative empfiehlt der EU daher, einen Schwerpunktbereich „Advanced Software“ in das nächste Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm ab 2021 aufzunehmen. Hierin sollten digitale Wegbereiter, wie die Künstliche Intelligenz, die Hyper-Skalierbarkeit zukünftiger Software-Systeme, die allgegenwärtige Vernetzung sowie eine menschenzentrierte Software-Entwicklung intensiv erforscht werden.

Die Experten sind sich einig: Innovationen in diesen Bereichen werden die Art und Weise, wie wir Software entwickeln und betreiben, grundlegend verändern. Künstliche Intelligenz wird es zum Beispiel möglich machen, dass sich Software-Systeme selbständig an Situationen anpassen können, die zur Zeit der Entwicklung noch unbekannt sind.

Positionspapier online abrufbar

Die EU arbeitet derzeit an der Ausarbeitung des neunten Forschungsrahmenprogramms (FRP), dem Nachfolge-Programm des aktuellen „Horizon 2020“. Die Förderung zukunftsweisender Digitalisierungsprojekte soll darin hohe Priorität haben. NESSI hat die Empfehlungen für die Ausgestaltung des FRP in dem Positionspapier „Next Generation Software Technologies Empowering the Digital Transformation of Europe“ zusammengefasst. Dieses kann ab sofort hier heruntergeladen werden

Für Prof. Dr. Klaus Pohl sind „Software-Technologien das Fundament einer erfolgreichen Digitalisierung der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft.“ Er ist Mitglied im NESSI-Vorstand; sein Gruppenleiter Dr. Andreas Metzger steht als stellvertretender Vorsitzender des NESSI-Steuerkreises in regem Austausch mit Mitgliedern der Europäischen Kommission.

 


Bild 1: Durch eine Stärkung der Forschung im Bereich der Software-Technik sollen drängende Anforderung der Digitalisierung erfüllt werden.

 


Bild 2: Prof. Dr. Klaus Pohl, Inhaber des Lehrstuhls für Software Systems Engineering an der Universität Duisburg-Essen

 

Über NESSI (The Networked European Software and Services Initiative)

Die europäische Initiative NESSI hat die Aufgabe, eine abgestimmte, europäische Strategie für Informations- und Kommunikationstechnologien zu etablieren. NESSI gehören mehr als 450 Mitgliedsorganisationen aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung an. Zu den 24 NESSI-Partnern zählen Firmen wie Atos, Orange, IBM, Intel, Nokia, SAP, Siemens, Software AG und Thales. Die paluno-Arbeitsgruppe Software Systems Engineering vertritt die Universität Duisburg-Essen als akademischer Partner in NESSI.

Weitere Informationen zu NESSI:
https://sse.uni-due.de/forschung/mitgliedschaften/nessi/
http://www.nessi.eu/ 

Über die Forschungsförderungen der Europäischen Union

Den Kern der EU-Forschungsförderung bilden seit 1984 die sogenannten Forschungsrahmenprogramme (FRP). Sie zielen darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Gleichzeitig sollen sie zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Das aktuelle FRP "Horizon 2020" hat eine Laufzeit von sieben Jahren (2014-2020) und ist mit einem Etat von gut 75 Mrd. Euro ausgestattet. Damit ist es weltweit eines der größten öffentlichen Forschungsförderprogramme.

Mehr Informationen zur aktuellen Forschungsförderung der EU:
http://www.horizont2020.de

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